Mein Onkel Karl hat mir vor Jahren seinen alten Plattenspieler geschenkt, einen Thorens TD 160 aus den Siebzigern, und jeden Sonntagabend lege ich die Nadel auf das knisternde Vinyl von Nick Drake, statt einfach Play zu drücken. Das Ritual — Hülle auf, Platte raus, Staubpinsel, der erste Ton — zwingt mich in eine Langsamkeit, die mein Terminkalender sonst nicht kennt. Manchmal setze ich mich einfach nur davor und höre dem Rauschen zwischen den Liedern zu, als wäre es ein Gespräch mit einem alten